Sonntag, 4. Januar 2015
Liebe meines Lebens.
Liebe meines Lebens.



Erinnerung an dunkle Zeiten
Oft träume ich Nachts davon..
9 Jahre alt und so unschuldig, ich wusste nicht was da mit mir passiert und wieso er es tat.
Was veranlasste ihn dazu seine kleine Schwester so zu demütigen.
Immer wenn unsere Eltern Freitags zum Kegeln auswaren passte er auf mich auf.
Er war ja schließlich schon 14 oder 15 und damit alt genug die Verantwortung für mich zu übernehmen.
Ich war nie ein Redseeliges Kind, sprach nicht über Probleme oder Sorgen, es wurde mir leider einfach nicht beigebracht und so leide ich auch heute noch darunter das ich meine Probleme und Sorgen zwar gut auf Papier bekomme, sie aber nicht laut aussprechen kann und das, obwohl ich es so gerne tun würde.

Anfangs schikanierte er mich nur herum, hol mir dies, bring mir das, mit mir konnte mans ja immer machen.
Jeder meiner "Freunde" tat das, ich wars ja nicht anders gewohnt.
"UND WEHE DU SAGST MAMA UND PAPA WAS, DANN HAU ICH DICH!"
Nagut, ich tat was er wollte und wenn Mama und Papa fragten, dann war immer alles schick.
Als ich klein war schien das was er eines Tages tat nicht so schlimm, heute möchte ich mich übergeben wenn ich darüber nachdenke, und so ist es der vorerst schwierigste Teil den ich hier niederschreibe.

Es ist nicht schlimm, Mama und Papa gebe ich auch einen Kuss auf den Mund, das ist normal.
Aber mit der Zunge?
Ich wusste nicht was das ganze sollte, als er irgendwann wollte das ich mich ausziehe verstand ich die Welt nichtmehr.
Er wollte mich Oral befriedigen, doch wieso?
Ich frage mich noch heute was einen Menschen zu sowas veranlasst, doch ich finde keine Antwort.
Da ich keine Schläge von ihm wollte tat ich wieder mal was er sagte und es dauerte nicht lange bis er das selbe von mir erwartete.
So war es fortan immer wenn unsere Eltern außer Haus waren, obwohl ich mich heute nichtmehr daran erinnere, wielange das ganze tatsächlich ging, so weiß ich doch, dass jedes mal einmal zuviel war.

Oft träume ich, dass er vor mir steht und ich ihm ins Gesicht schlagen will, doch ich habe einfach keine Kraft, meine Hände sind wie Wackelpudding.
Ich schlage auf ihn ein, doch es tut ihm nicht weh und ich spüre darin keine Befriedigung, immerwieder der selbe Traum und doch keine Antworten, einzig jedesmal wieder Erinnerungen an eine misslungene Kindheit.



Meine Eltern
Mit meiner Mutter hatte ich lange keinen Kontakt nachdem ich ihr von den Vorfällen in meiner Kindheit berichtet hatte.
Wir sahen uns im Oktober 2012 auf dem Geburtstag meiner Oma und dann erst wieder zu Weihnachten, ebenfalls bei meiner Oma.
Ich hatte ihr zuvor noch gesagt, sie solle bitte dafür sorgen, dass ihr Sohn nicht dort auftaucht und sie versicherte mir das auch zu tun.

Ich saß also am 26.12.2012 am Küchentisch meiner Oma und wartete auf meine Mutter und ihren Lebensgefährten.
Als es an der Tür klingelte und meine Oma die Tür öffnete hörte ich jedoch direkt eine Stimme, die hier nicht hatte sein sollen - die meines Peinigers !
Sie kamen hinein, doch mein einziger Gedanke war "Ich muss hier weg"!
Und genau das tat ich dann auch, meine Augen füllten sich mit Tränen, ich ließ die Geschenke für die anderen und auch meine eigenen liegen und ergriff die Flucht.

Lediglich meine Mutter wusste wieso ich das tat, doch sie kam mir weder nach, noch machte sie danach Anstallten sich bei mir zu melden und sich zu erkundigen wie es mir geht, sich zu entschuldigen, oder meinen Bruder einfach in die Wüste zu schicken!

Der Kontakt blieb aus, bis sie sich irgendwann Anfang März 2012 bei mir meldete.
Das Telefon klingelte, doch ich ging nicht ran.
Hinterher kam eine Nachricht sie würde sich gerne mit mir Treffen, doch ich wusste nicht so Recht, ob ich das wollte und vorallem auch konnte..

Ich ließ mich schließlich darauf ein und so kam sie ein paar Tage später mit meinen Weihnachtsgeschenken vorbei.
Kein Wort der Reue und auch kein Wort über den Missbrauch den ich erfahren habe.
Ich war enttäuscht.
Sie sagte mir immer wiesehr sie mich liebe und das ich das wichtigste in ihrem Leben sei, doch davon merkte ich nur selten etwas.

Meistens ging es doch nur um ihren Freund und melden tat sie sich doch auch nur wenn sie etwas brauchte.
Ich war verletzt und wusste nicht ob ich diesen Kontakt wirklich noch aufrecht erhalten wollte.

Natürlich war die Situation auch für sie nicht leicht, aber ich bin doch die leidtragende, wieso kann sie denn nicht einfach für mich da sein und den Kontakt zu diesem Mistkerl abbrechen?


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Nach dem Vorfall im September 2012 als mein Freund ausgezogen ist war mein Vater nichtmehr besonders gut auf ihn zu sprechen, umso schlimmer wurde es, als er erfuhr, dass ich ihm verziehen hatte und wieder mit ihm zusammen sei.
Er sah sein Auto nachts vor meiner Tür stehen und stellte mich am nächsten Tag zur rede, ich sagte ihm es sei meine Sache und das ich diesen Kerl liebe und das ich nur dank ihm einiges klarsehen würde.
Ich sagte meinem Vater nichts von den Umständen meiner Kindheit.
Einige Monate später erfuhr ich, dass meine Mutter ihm alles erzählt habe, er aber nur sagte, dass das nicht stimmen und ich lügen würde !
Damit war dieser Mensch für mich gestorben.
Er meldete sich zwar ohnehin nicht bei mir, weder zu Weihnachten, noch zum Geburtstag, doch das setzte allem die Krone auf !
Von nunan hatte ich keinen Vater mehr, nurnoch einen Erzeuger, obwohl es doch eigentlich schon immer nur mein Erzeuger war, schließlich hat er sich nie um mich gekümmert oder bemüht.
Einzig als Annette sich darmals von ihm getrennt hatte, da suchte er ständig nach meiner Nähe und heulte sich bei mir aus.
Doch davor und danach intressierte er sich nie, ich war ja immer nur das unerwünschte Kind.



Lange nicht da..
Ich war lange nicht hier, doch wirklich viel verändert hat sich in meinem Leben leider trotzdem nicht.

Ich habe nun seit nunmehr 40 Monaten meine große Liebe an meiner Seite, es gab durchaus viele Höhen und tiefen, doch dazu schreibe ich bei gelegenheit mehr.
Ich arbeite immernoch im selben Unternehmen, doch auch einen Nebenjob in einem Lager und gehe bei meiner Oma und der meines Freundes putzen um meine Haushaltskasse aufzubessern.
Ich bin in den vergangen 2 Jahren noch zwei mal umgezogen, doch wirklich halten tut es mich auch in der neuen Wohnung nicht..
Ich komme nirgens an, ich fühle mich nicht geborgen und nicht zuhause, vermutlich liegt das jedoch mehr daran, dass ich alleine wohne und mein Freund nicht hier ist.

Ich habe mir im Frühjahr 2013 einen Hund gekauft da ich es nicht aushielt alleine in einer Wohnung zu sein.
Im August 2014 musste ich ihn dann leider weggeben, da sich die Nachbarn über ständiges gebelle bei der Hausverwaltung beschwerten.
Wieder mal ein schwarzer Tag in meinem Leben.
Ich hatte extra noch eine Katze geholt, die beiden haben sich abgöttisch geliebt und so hoffte ich, dass meine Hündin nichtmehr bellt wenn ich außer Haus bin, doch das war leider nicht der Fall.
Heute turnt lediglich die Katze um mich herum, was solls, hauptsache ich bin nicht alleine.